Mein erster morgendlicher Gang führt mich zurzeit jeden Tag in den Garten. Dort tummeln sich derzeit Schnecken aller Art und Größe. Von Weinbergschnecken, Gefleckten Schnirkelschnecken, Garten-Bänderschnecken über Nacktschnecken ist alles vertreten – und vor allem letztgenannte in wahren Massen. Jeden Morgen sammele ich ungefähr 30 Tiere ab und bringe sie in den Wald.

Viele Pflanzen sehen trotzdem inzwischen aus wie gerupft. Ein Lochmuster hier, ein Zackenrand da – es ist zum Verzweifeln! Die Stiefmütterchen stehen auf dem Speiseplan der Schleimer scheinbar ganz weit oben, so dass nur noch die in Töpfe gesetzten Pflanzen Blüten austreiben können. Bei den Stiefmütterchen direkt im Beet sind die Blüten schon längst vor der Entfaltung abgefressen. Auch Akelei, Lupine und die Lilien scheinen die Schnecken besonders zu mögen. Wenn das so weiter geht, habe ich schon schlimme Befürchtungen bezüglich meiner Erdbeeren…

6 Kommentare
  1. SchneiderHein
    SchneiderHein sagte:

    Hallo Cora,
    mit einer Nacktschnecken-Invasion hatte ich ja auch viele Jahre zu kämpfen – das hast Du ja vielleicht schon auf meinem Gartenblog entdeckt. Und erst durch den Verzicht auf diverse Pflanzen und konsequentes Absammeln und Töten – von August 2002 bis Oktober 2003 von über 9.000 der rot-braunen Schleimer, ist es etwas besser geworden. Inzwischen helfen mir wahrscheinlich die eingewanderten Tigerschnegel bei der Bekämpfung. Und rot-braune Schleimer wandern bei mir jetzt zum Abarbeiten der unerwünschten Gartenabfälle blitzschnell auf dem Hochwaldkompost. So hat sich das ganze Gartensystem wahrscheinlich im Laufe der Zeit etwas normalisiert.
    Aber auf jeden Fall war ich seit unserem Gartenbeginn im Frühjahr 1996 selbst an der Schneckenplage schuld. Denn ich habe neue Pflanzen ohne Schneckenkontrolle gepflanzt, viel & gern gemulcht und reichlich gewässert. Also perfekte Bedingungen für die Vermehrung der Schnecken geschaffen, die in unseren Breitengraden kaum Feinde haben. Daher musste ich dann auch selbst hart durchgreifen. Zumal ich wegen der harmloseren Schnecken und der nützlichen Tigerschnegel strickt gegen Schneckenkorn bin.

    Ganz ehrlich, mir tut es immer weh, wenn ich lese, dass jemand aus Tierliebe Schnecken im Garten sammelt, um sie dann in der Natur auszusetzen. Denn die Biotope, die vielleicht noch einigermaßen intakt sind, sind der spanischen Wegschnecke nicht gewachsen …
    LG Silke, die demnächst wiederkommt, um hier mehr zu lesen.

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    • coralys
      coralys sagte:

      Hi Silke,
      danke Dir für Deinen Kommentar.
      Ich bewirtschafte meinen Garten ja erst seit letztem Jahr und habe ebenfalls die Hoffnung, dass ich durch konsequentes Absammeln der Plage wenigstens einigermaßen Herr werde. Die Nacktschnecken überleben den Gang in den Wald übrigens im Gegensatz zu den selteneren Gehäuseschnecken übrigens auch nicht. 😉

      Ich würde mich freuen, wenn Du hier mal wieder vorbei schaust.
      LG, Cora

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  2. SchneiderHein
    SchneiderHein sagte:

    Hallo Cora,
    gut zu wissen, denn das ging aus Deinem Post so nicht hervor …
    Ich habe im letzten Jahr unheimlich viele Schnirkelschnecken bei meiner Mutter gesehen. Und auch bei mir tummelten sie sich sogar an der veralgten Hausfassade. Aber Schäden an Pflanzen konnte ich kaum entdecken. Ich vermute, den Gang in den Wald kannst Du Dir dann sparen. Und falls sich bei Dir irgendwann Tigerschnegel zeigen, die würde ich auf jeden Fall behalten!
    LG Silke

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    • coralys
      coralys sagte:

      Hi Silke, der „Gang in den Wald“ ist nur zwei, drei Schritte zu tun. 😉 Es ist auch verwunderlich, dass zum Beispiel die Weinbergschnecken sogar meist dort bleiben (manchmal sehe ich da annähernd 10 Stück) und sich kaum für die frischen Gartenpflanzen interessieren. Dagegen die Nacktschnecken… Heute waren es wieder so um die 20 Stück, die sich an meinen Pflanzen labten, zum ersten Mal jetzt auch viele im Erdbeerbeet, obwohl ich dort gut mit Kaffeesatz gedüngt habe. Naja, ist wahrscheinlich auch nur so ein nicht sehr wirksames Hausmittelchen und NOCH sind die Erdbeeren ja noch nicht reif. Aber dann werden wir wahrscheinlich Nachtwache halten müssen… *lach*

      LG Cora

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      • SchneiderHein
        SchneiderHein sagte:

        Guten Morgen Cora,
        ich habe unter dem Label ‚Schnecken‘ bei uns mal einen Post gemacht ‚Sie treffen sich zum Frühstück‘. Da haben sich in der wegen der Zeckenbehandlung runtergeschnittenen Wiese am kläglichen Rest Kakaukasusvergißmeinnicht 3 Nacktschnecken getroffen und geschmaust. Die Pflanze habe ich zur Stärkung mit Kaffe gegossen und zum Schutz gegen Schnecken mit Kaffeesatz umgeben – keine Chance …

        Nachtwache ist besser 😉 Bei uns hat das Auslegen von Gallia-/Netzmelonen geholfen. Die frischen Schalenreste mit etwas Fruchtfleisch habe ich vor den Beeten ausgelegt und konnte so am Abend ab 18 Uhr bis in die Dämmerung hinein reichlich Tierchen absammeln. Allerdings normale grüne Melone oder Honigmelone funktionierten nicht so gut. Aber vielleicht gibt es da ja auch regionale Unterschiede …

        Vielleicht kennst Du diesen Text noch nicht, der müsste Dir Spass machen und der Blog ist sowieso lesenswert: http://guenstiggaertnern.blogspot.de/2014/05/im-fruhtau-zu-berge.html

        LG Silke

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        • coralys
          coralys sagte:

          Hi Silke,
          Danke für den Tip mit den Melonen, das werd ich mal probieren, zudem ich die Gallia sowieso gern esse. Den „Günstig gärtnern“-Blog werde ich auf jeden Fall in meinen Feedreader aufnehmen… „Schneckenrazzia“ – ich lach mich krumm…. 🙂

          Liebe Grüße und bis demnächst
          Cora

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