Norwegen

~ Solo-Trekking im Rondane Nationalpark ~

Norwegen. Rondane. Dunkelheit. Über mir ein samtschwarzer mit tausenden funkelnden Sternen behängter Himmel. Mein Atem kondensiert in der frostigen Nachtluft, aber mir läuft der Schweiß den Rücken hinunter, denn Serpentine um Serpentine schleppe ich meinen 35 kg schweren Rucksack bergan. Und ich will nur noch eines: Schlafen!

Aber bevor ich überhaupt in Norwegen ankomme, entwerfe ich in Gedanken hier in Deutschland einen tollen Urlaub in Skandinaviens Weite. Ich stecke mitten in meiner Diplomarbeit und will nur raus hier und eine zeitlang abschalten, um neue Energie für den Endspurt zu schöpfen. Die letzten Jahre habe ich meine Reisen hauptsächlich mit meinem lieben Fotofreund Andreas auf diversen Autotouren verbracht, aber das soll sich diesmal ändern. Ich möchte mich wieder mehr aus eigener Kraft bewegen. Nachdem ich im Mai unglaubliche 100 kg auf der Wage gebracht habe, gehört Bewegung neben der Ernährungsumstellung zum Diätplan. Erste Erfolge zeigen sich bald und kurz vorm Urlaub wiege ich bereits 15 kg weniger.

Ich war bereits 1999 zum ersten Mal mit Rucksack und Zelt in Norwegen. Damals mit zwei Jungs, die ich über die Pinwand beim Globetrotter kennengelernt hab. Und auch dieses Mal möchte ich nicht so gern ganz alleine dort hoch. Deshalb schalte ich im Forum wieder eine Annonce. Allerdings ist die Resonanz darauf nicht wirklich berauschend. Woran das wohl liegen mag? Naja, ich gebe zu – Trekking im Vorwinter in Norwegens Bergwildnis klingt echt nicht ganz nach Luxusurlaub. Nur ein Interessent meldet sich bei mir, springt aber dann doch ab. Steht also nur die Wahl Solotour oder auf den Urlaub verzichten. Wer mich kennt, der wird wissen, dass letzteres für mich nie in Frage käme. Also mache mich voller Enthusiasmus an die Planung.

Nach diversen Recherchen in verschiedenen Outdoor-Foren, Wetterkanälen, Tourismusseiten und logistischem Hin- und Her zwischen Flug und öffentlichen Verkehrsmitteln, kristallisiert sich auch irgendwann ein konkretes Ziel heraus: RONDANE. Leicht und preisgünstig zu erreichen. Im Vergleich zu anderen Gebieten Norwegens relativ geringe Niederschlagsmengen, wandertechnisch gut erschlossen (wie ja eigentlich alle Nationalparks in Norwegen) und nicht zuletzt auch landschaftlich sehr interessant, was für mich als Naturfotografin wohl der wichtigste Punkt ist.

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