Sommer im Isergebirge

~ Tag 5 ~

Datum: Samstag, 03.07.2010
Wetter: sonnig, 28 °C

Tageskilometer: 16,3 km (Stausee Černá Desná – Přehrada – Desensky hřeben – Souš – Camp)
Reine Gehzeit: 02:54:11
Durchschnittsgeschwindigkeit ohne Pausen: 5,6 km/h
Durchschnittsgeschwindigkeit mit Pausen:  1,9 km/h
Höhenmeter im An- & Abstieg: 404 m / 412 m
Minimale/Maximale Höhe: 750 m / 905 m

Unterkunft: Zelt

Gegen 8 Uhr lockt uns die Sonne aus dem Zelt, die auch heute wieder vom makellos blauen Himmel strahlt. Heute morgen backt Micha uns zum Frühstück ein leckeres Fladenbrot, was durch den klebrigen Teig nur an Rastplätzen mit „Wasseranschluss“ möglich ist. Schon bald nachdem das Brot in der Pfanne unter der Wärmehaube brutzelt, zieht ein herrlicher Duft über unseren Rastplatz. Mit einem heißen Cappuchino in der Sonne am in der Sonne glitzernden See – was für ein Genuss. So könnte jeder Tag beginnen.

Unsere Sachen sind nach dem Frühstück schnell gepackt und wie schon die letzten Tage, kann es gegen 10 Uhr weiter gehen. Wir laufen am Stausee entlang bis an dessen nördliches Ende und haben diesen damit schließlich gänzlich umrundet. Anschließend schlagen wir einen Wanderweg gen Westen ein, um uns dann in einem größeren Bogen wieder nach Süden zu bewegen.

Unser Weg führt heute weitestgehend durch den Wald und ist nicht sehr interessant. Der Versuch, auf einen, in unserer Karte als Aussicht markierten, Berg (Desensky hřeben), zu steigen, um einmal einen Blick übers Land werfen zu können, scheitert kläglich, denn nachdem wir uns einen steilen, kaum erkennbaren Trampelpfad auf die Anhöhe gekämpft haben, müssen wir feststellen, dass die erhoffte Aussicht fast gänzlich zugewachsen ist. Als Entschädigung locken jedoch ein paar über und über mit süßen Beeren behängte Heidelbeersträucher.

Am frühen Nachmittag finden wir ein schönes Plätzchen mitten im Wald an einem kleinen Bächlein, wo wir heute Nacht unser Lager aufschlagen wollen. Da es jedoch noch recht früh ist, beschließen wir, unsere Rucksäcke hier zu verstecken und uns mit leichtem Gepäck auf den Weg nach Novina zu machen, wo wir irgendwo noch ein oder zwei Bier trinken gehen wollen.

Wir machen uns also nun ohne Rucksack leichtfüßig und beschwingt auf den Weg, um jedoch festzustellen, dass wir in Novina nirgends ein Bier bekommen. Wir drehen also um und laufen in die andere Richtung nach Souš, wo wir an einem kleinen Gasthaus endlich unseren Durst löschen können. Gegen Abend geht es dann ebenso leicht zurück zum Lagerplatz, wo wir im letzten Sonnenlicht unser Zelt aufschlagen und unser Abendbrot kochen.

Entspannt und zufrieden schlüpfen wir danach in unser Zelt und schlafen mit dem Plätschern des neben unserem Lager plätschernden Bächleins ein.

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