Sommerferien an der Ostsee

~ Tag 2 ~

Datum: Sonnabend 30.07.2011
Wetter: 22 °C, wolkig

Tageskilometer: 14,3 km (Markgrafenheide – Graal-Müritz)
Reine Fahrtzeit: 00:51:14
Durchschnittsgeschwindigkeit ohne Pausen: 8,6 km/h
Durchschnittsgeschwindigkeit mit Pausen:  5,6 km/h
Höhenmeter im An- & Abstieg: 63 m / 79 m
Minimale/Maximale Höhe: 0 m / 23 m

Unterkunft: Campingplatz Graal-Müritz, Zelt

Nach der recht verregneten Nacht, zeigt sich heute Morgen glücklicherweise die Sonne und so kann ich meine Isomatte und den Rest der nassen Sachen während des Frühstücks trocknen, zumal auch der Wind recht kräftig weht. Das Packen dauert gefühlt drei mal so lange, wie ich es für mich allein von meinen Solotouren gewohnt bin, aber bei drei Personen, zwei Zelten und Gepäck für 14 Tage schleppt man ja irgendwie seinen halben Hausrat mit sich rum. Irgendwie hat noch kein Ding einen festen Platz in bestimmten Taschen – und davon (Taschen) gibt es ohnehin viel zu viele! :o) Gegen 11 Uhr haben wir es aber dann doch endlich geschafft, den Gepäckberg wieder auf den Rädern zu verstauen und können losfahren.

Der Wald steht komplett unter Wasser – einfach unglaublich! Wir treten in die Pedalen und kommen so recht flott nach Graal-Müritz, wo meine Freundin Ulli mit ihrer Tochter und ihrer Freundin bereits seit drei Tagen auf dem Campingplatz weilen. Wir möchten ihnen kurz einen Besuch abstatten, können sie aber telefonisch nicht erreichen. Also wollen wir versuchen, sie dort ausfindig zu machen. Große Hoffnung darauf machen wir uns jedoch nicht, da der Campingplatz doch recht weitläufig ist. Wir radel also darüber und halten nach ihnen Ausschau – und: Prompt laufen sie uns über den Weg! Aus dem „nur mal kurz Hallo sagen“ wird zunächst ein Gang zum Strand und ob der schlechten Wetteraussichten (Es soll noch mehr Regen geben…), beschließen wir, diese Nacht einfach hier zu bleiben. Platz gibt es reichlich – die meisten Camper sind bei diesem Wetter überstürzt abgereist. Wir schlagen also unsere Zelte neben dem meiner Freundin auf und gehen alle zusammen an den Strand.

Zum Baden ist es einfach zu kalt, aber die Kinder haben trotzdem jede Menge Spaß. Am Abend essen wir alle zusammen am Stand und auch einen schönen Sonnenuntergang können wir noch genießen. Aus dem gemütlichen Strandabend mit Ulli wird jedoch nichts. Es fängt – kaum sind die Kinder in den Schlafsäcken – unglaublich heftig an zu schütten. Binnen Minuten, fließt ein wilder Sturzbach durch mein Vorzelt und es tropft vom Zeltdach auf meinen Schlafsack. Bisher hat es in dieses Zelt noch nie hineingeregnet, aber jetzt liegt irgendwie mein Innenzelt mit dem Moskitonetz am Außenzelt an. Der starke Regen drückt das Wasser durch die Nähte und so kann das Wasser hinein. Ich nehme mir den Abspanngummi von meiner Radtasche und spanne damit das Außenzelt am Gestänge etwas vom Innenzelt weg, was etwas Abhilfe schafft.

Ich ziehe mir nun die Regenjacke über und gehe raus, um zu sehen, wie es bei den Kindern aussieht. Auch dort wird es nass in den Zelten, weil die Sturzfluten durch den Zeltboden eindringen. Ich borge mir also eine Schaufel von anderen Zeltnachbarn und versuche einen Etwässerungsgraben um die Zelte zu ziehen, was mir aber nur leidlich gelingt. Zu viele Wurzeln liegen hier unter den dem Boden. So komme ich schließlich schlammbedeckt und triefend nass – erst gegen Mitternacht wieder in mein Zelt. Aber zum Glück hat es inzwischen wieder aufgehört zu regnen und bleibt auch den Rest der Nacht trocken.

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