Ostseesommer

~ Tag 5 ~

Datum: Donnerstag, 8. August 2013
Wetter: Sonne, Regen und Wolken, 22°C

Tageskilometer: 0 km (Graal-Müritz)

Unterkunft: Campingplatz/Zelt

Die ganze Nacht hindurch regnet es immer wieder einmal, aber zum Glück nie sehr stark. Ich schlafe (mit Schmerztablette) auch relativ gut und fühle mich nach einer morgendlichen Rundum-Körperpflege wie neu geboren. Aus dem Frühstück am Strand wird leider wieder nichts, es fängt beim zusammenpacken der Sachen dafür wieder an zu regnen. Also frühstücken wir doch lieber gemütlich im Zelt. Ich bin froh, dass wir uns vor dem Urlaub dieses neue Vaude Space gekauft haben. Es ist eigentlich ein 3-Mann-Zelt, aber ich mag es nicht so beengt und so haben wir für uns zwei jetzt schön Platz. Große Apsiden auf beiden Seiten und die Tatsache, dass man auch bei Regen aus dem Vorzelt schauen (oder sogar kochen) kann, ohne dass es herein regnet, machen es für mich zum perfekten Reisebegleiter.

Nach dem Frühstück hört es glücklicherweise wieder auf zu regnen und wir gehen mit der neuen Strandmuschel an den Strand. Ab und zu lässt sich nun, neben ein paar weiteren Regentropfen, auch mal die Sonne sehen. Es ist auch einmal angenehm, dass es heute nicht so heiß ist, wie die letzten Tage. So verbringen wir dann auch die Zeit bis zum Nachmittag am Meer. Johanna sammelt „Schätze“, wir beobachten die Surfer und die Möwen. Wir halten ein aneinander gekuscheltes Mittagsschläfchen in der Strandmuschel, inzwischen in eine Decke gehüllt, so frisch wird es durch den zunehmenden Wind. Später lese ich noch etwas und schreibe mein Tagebuch, während Johanna badet.

Irgendwann wird der Wind jedoch fast zum Sturm. Wir bauen dann die Strandmuschel unter deren heftigster Gegenwehr ab und ziehen uns auf dem Zeltplatz zurück. Johanna verzieht sich ins Zelt, während ich die obligatorischem Einkäufe erledigen muss. Ich setze mich also auf´s Rad und fahre  nach Graal-Müritz hinein. Neben den obligatorischen Lebensmitteln kaufe ich für Johanna noch einen Kescher und sie ist sehr glücklich darüber, als ich ihn ihr auf dem Campngplatz gebe. Da Sie diesen nun natürlich gleich noch ausprobieren will, gehen wir nach ein paar Runden UNO noch einmal an den Strand. Aus dem warmen Zelt kommend, erfrieren wir dort fast und wollen eigentlich gleich wieder umkehren. Des einen Leid – des anderen Freud! Die Wind- und Kitesurfer am Strand freuen sich über den starken Wind. Und so bleiben wir doch noch eine ganze Zeit lang hier und ich fotografieren diese bei ihrem Sport auf dem Wasser. Johanna steigt später sogar selbst noch einmal in die Wellen, um sich in diesen auszutoben. Sie hat großen Spaß dabei, immer wieder auf´s Neue in die Wellen zu springen, aber manchmal wird mir schon ganz mulmig im Bauch, wenn die Wellenberge sie gänzlich überragen. Obwohl sie nur bis zur Bauchnabel-Höhe ins Wasser darf und eine gute Schwimmerin ist, behalte ich sie immer im Auge.

Als mir dann endgültig zu kalt wird, und ich meinen Nacken mal wieder vor Schmerz kaum noch bewegen kann, gehen wir wieder hinauf zum Zelt und bereiten unser Abendbrot zu. Es gibt wieder Kartoffeln, dieses Mal mit Fisch und Kräuterbutter. Zum Abwaschen haben wir heute keine Lust mehr. Johanna dreht sich herum und ist keine Minute später eingeschlafen. Ich sichte noch ein paar Bilder, lese etwas und schlafe erst gegen Mitternacht ein.

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