Trampend von Tromsø auf die Lofoten

~ Tag 01 ~

Datum: Freitag, 01.10.2010
Wetter: Deutschland: sonnig, 8 °C

Strecke: Flug Berlin – Oslo
Unterkunft: Flughafen

Am Morgen unseres ersten Urlaubstages müssen meine Mädels noch zur Schule, von wo sie Micha gegen 12 Uhr abholt. Schnell werden die Ranzen gegen das Reisegepäck getauscht und um 13.45 Uhr fährt unsere Bahn nach Dresden.

Zu all dem Chaos mit unserer Umplanung kam noch hinzu, dass es die letzten Tage hier so heftig geregnet hat, dass sowohl die Elbe, als auch viele kleinere Flüsse besonders im Süden Brandenburgs nun starkes Hochwasser führen. Am Mittwochnachmittag wurden durch einen Dammbruch Teile der Innenstadt Elsterwerdas, wo wir die Kinder am Bahnhof an meine Eltern übergeben wollen, evakuiert und auch der Zugverkehr wurde eingestellt. Die Alternative, dass die Kinder mit dem Auto in Dresden abgeholt werden, war durch eine Vollsperrung der A13, wo die Pulsnitz bei Ortrand die Autobahn überflutete Strecke ebenso fraglich.

Unser Flug geht pünktlich um 21.15 Uhr. Da man bei Ryanair keine Sitzplätze vorbuchen kann, ist das Gedrängel beim Boarding ziemlich groß, wir bekommen aber in der Reihe 10 noch zwei Plätze nebeneinander und ich habe einen Fensterplatz, worüber ich glücklich bin, auch wenn es sich hier nur um einen Nachtflug handelt und ich nicht besonders viel sehen werde.

Schon um 22.30 Uhr – eine Viertelstunde eher, als es der Flugplan vorsah – kommen wir in Rygge an. Wir nehmen unsere Rucksäcke in Empfang und machen es uns an einem der Tische im Flughafengebäude bequem, wo wir noch eine zeitlang Würfel spielen, bis der letzte Flug für heute durch ist. Da unser Anschlussflug am nächsten Morgen bereits um 07.00 Uhr startet und erst um 06.45 Uhr der erste Bus von Rygge zum Flughafengebäude fahren würde, müssen wir hier im Flughafen die Nacht verbringen.

Gegen Mitternacht wird es dann ruhig im Flughafengebäude und wir breiten unsere Isomatten an einem halbwegs verdeckten Plätzchen unter einer Treppe aus und legen uns hin. Die Rucksäcke packen wir in unsere Schutzsäcke vom Flug und legen uns davor, schließlich ist die gesamte Kameraausrüstung darin verstaut und so wollen wir es möglichen Langfingern wenigstens ein bisschen erschweren, an diesen zu gelangen. Ich schlafe dann auch recht schnell ein, aber lange währt meine Nachtruhe nicht, weil mir erbärmlich kalt ist. Es zieht hier ziemlich und die Jacke, mit der ich mich notdürftig zugedeckt habe, wärmt nicht wirklich. Hätte ich doch nur auch den Schlafsack ausgepackt! Aber irgendwie geht auch diese Nacht dann herum…

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