Ostseesommer

~ Tag 3 ~

Datum: Montag, 6. August 2013
Wetter: unterschiedlich bewölkt, Gewitter, 29°C

Tageskilometer: 0 km (Nienhagen)

Unterkunft: Zelt

Am Morgen werde ich munter, als jemand an unserem Zelt vorbeiläuft und unter dessen Füßen die Steine knirschen. Ein Blick hinaus zeigt, es ist ein Fotograf, der den Sonnenaufgang fotografieren will. Im Osten liegt eine dicke Wolkenbank über dem Meer, so das die Sonne erst spät aus dieser auftaucht. Spektakulär ist er heute nicht, dieser Sonnenaufgang, aber aus dem Zelt heraus im Schlafsack liegend, dann doch ganz nett anzuschauen.

Danach döse ich noch ein Weilchen vor mich hin, bis mich ein verdächtiges Grummeln aufschreckt – ein Gewitter ist im Anmarsch, die dunkle Front gleich hinter dem Zelt. Ich wecke Johanna und in aller Eile raffen wir unsere Sachen zusammen, um sie vor der drohenden Nässe  zu schützen. Mit den ersten Regentropfen ist fast alles verstaut, sogar das Zelt bleibt nahezu trocken. Wir retten uns (mit einem anderen Strandschläfer) in die Schutzhütte und bereiten uns während des Gewitters ein leckeres Frühstück mit Brötchen,  Joghurt und Obst (sogar selbst gepflückte Brombeeren von gestern) sowie heißem Cappuccino zu.

Nach dem Essen strahlt schon wieder die Sonne vom blauen Himmel und wir können zurück an den Strand. Mit Steinesammeln, Baden (sogar ich!) im eiskalten Wasser und Tagebuch schreiben vergeht der Vormittag rasch.

Gegen 13:00 Uhr brechen wir kurz auf, um in Börgerende noch ein paar Sachen zum Abendbrot sowie Wasser zu besorgen. Nach dem Einkauf machen wir noch eine kleine Pause auf einem Spielplatz, wo Johanna sich eine zeitlang austoben kann. Danach geht es zurück an den Strand bei Nienhagen, wo wir heute noch einmal übernachten wollen. Dort lernt Johanna ein etwa gleichaltriges Mädchen kennen und gemeinsam schwimmend, spielend und lachend verbringen sie den Nachmittag zusammen.

Zum Abendbrot gibt es heute sehr lecker Pellkartoffeln mit Quark (für Johanna) und Garnelen (für mich). Da für den Abend weitere Gewitter und Regen angekündigt sind, bauen wir das Zelt heute nicht am Strand, sondern oben an der Schutzhütte  auf, zumal es bereits jetzt recht windig ist.

Johanna schläft im Zelt schnell ein, ich finde jedoch so schnell keinen Schlaf. Ich habe mir wieder einmal den Nacken gezerrt und kann meinen Kopf kaum bewegen. Selbst im Liegen bin ich total verspannt und jede Bewegung schmerzt.

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